Madrid pflanzt einen riesigen Waldring um die Stadt herum, um das Wärmeniveau zu senken und die CO2-Emissionen zu reduzieren

Ein gesünderer Planet von morgen erfordert, dass wir uns heute mutige Ziele setzen

Um Klimawandel und Umweltverschmutzung zu bekämpfen, baut Madrid eine grüne Mauer um die Stadt. Ein 75 Kilometer langer Stadtwald mit fast einer halben Million neuer Bäume.

Wir wollen die Luftqualität in der ganzen Stadt verbessern “, sagt Mariano Fuentes, Madrids Stadtrat für Umwelt und Stadtentwicklung. “ Um den 'Wärmeinsel'-Effekt zu bekämpfen, der in der Stadt stattfindet, um die von der Stadt erzeugten Treibhausgasemissionen zu absorbieren und alle bestehenden Waldmassen, die bereits um die Stadt herum existieren, zu verbinden.

Das Projekt wird auch Brachflächen zwischen Straßen und Gebäuden nutzen, um jährlich 175.000 Tonnen CO2 zu absorbieren.

Nach Fertigstellung wird Madrids „grüne Mauer“ ein Wald aus einheimischen Bäumen sein, der CO2, aber auch die durch menschliche Aktivitäten erzeugte Wärme absorbieren kann. Die Temperaturen im Schatten dieser Bäume sind 2 Grad niedriger als im Rest der Stadt.

Es muss eine globale Strategie sein, es geht nicht nur um Autos.

Mariano Fuentes
Madrids Stadtrat für Umwelt und Stadtentwicklung

Der Stadtwald von Madrid ist Teil eines 360-Grad-Ansatzes, der darauf abzielt, Städte umweltfreundlicher zu machen, und nicht nur die Nutzung von Privatautos in städtischen Zentren einzuschränken, sagte Fuentes.

Es muss eine globale Strategie sein “, fügte Fuentes hinzu. „ Es geht nicht nur um Autos, sondern auch um eine Fußgängerzone, die Schaffung von Umweltkorridoren in jedem Bezirk… und vor allem… Bedingungen.

Da die Wüstenbildung bis vor die Haustüren Südeuropas vordringt, will Madrids Stadtwald sowohl eine Maßnahme zur Eindämmung als auch zur Anpassung an den Klimawandel sein.

„Es ist kein Park“, sagt Architekt und Stadtrat Daniel González. „Weil die Anforderungen darin bestanden, sehr wenig Wasser zu verbrauchen, einheimische Bäume zu pflanzen … und nach anderen Pflegemöglichkeiten zu suchen. Denn am Ende des Tages muss eine so große Infrastruktur mit minimalem Aufwand erhalten werden, damit sie langfristig nachhaltig ist.“

Städte auf der ganzen Welt verbrauchen zwei Drittel der weltweiten Energieversorgung und verursachen drei Viertel der weltweiten Treibhausgasemissionen.

Von der Einschränkung des Verkehrs über die Förderung des Radverkehrs und des öffentlichen Nahverkehrs bis hin zum Pflanzen weiterer Bäume oder der Suche nach nachhaltigen Energiequellen haben Städte rund um den Globus bereits mit ihrer Transformation begonnen. Sie werden am stärksten vom Klimawandel betroffen sein, sind aber auch ein wesentlicher Bestandteil der Lösung.

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